Neurodermitis

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Neurodermitis nimmt seit wenigen Jahrzehnten immer mehr zu und wird für viele der Betroffenen zur lebensbestimmenden Plage.

Die Ursachen für Neurodermitis sind vielfältig. Meistens kommen mehrere Faktoren zusammen, bevor es zum Ausbruch der Erkrankung kommt. Als potentielle Verursacher kommen unter anderem folgende in Frage: Veranlagung, Allergieneigung, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Psychosozialer Stress, Umweltgifte. Auch vermeintliche Kleinigkeiten können dazu beitragen, dass eine Neurodermitis ausbricht: Zu häufiges Baden, zu scharfe Seifen, trockene Raumluft.

Durch den starken Juckreiz und die entzündungsbedingten Schmerzen ist das Allgemeinbefinden bei Neurodermitis erheblich eingeschränkt. Es kommt zu Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit und manchmal auch zu Depressionen.

Umso wichtiger ist es, die Neurodermitis möglichst effektiv zu behandeln.

Eine Behandlung mit Schüßlersalben und Schüßlersalzen reicht nicht in jedem Fall aus, um eine vollständige Heilung zu bewirken. Man kann Schüßlersalben und Schüßlersalze jedoch auch ergänzend zu anderen Behandlungsansätzen anwenden.

Folgende Schüßlersalze eignen sich besonders gut zur Behandlung der Neurodermitis:

  • Nr. 3. Ferrum Phosphoricum, gegen die Entzündung
  • Nr. 4. Kalium Chloratum, gegen die Entzündung
  • Nr. 7. Magnesium Phosphoricum, gegen Juckreiz
  • Nr. 8. Natrium Chloratum, gegen Hauttrockenheit

 

Diese Schüßlersalze sollte man äußerlich und innerlich anwenden.

Innerliche Behandlung der Neurodermitis

Einmal täglich, am besten abends, trinkt man in kleinen Schlucken ein Schüßler-Heißgetränk mit den oben angegebenen vier Salzen.

Für Kinder nimmt man von jedem Salz eine Tablette, für Erwachsene von jedem Salz zwei Tabletten.

Außerdem nimmt man über den Tag verteilt im Wechsel die vier Salze, also morgens die Nr. 3, mittags die Nr. 4, nachmittags die Nr. 7 und abends die Nr. 8.

Kinder nehmen jedes Mal ein bis zwei Tabletten und Erwachsene zwei bis drei Tabletten.

Wenn man keinen Milchzucker verträgt, nimmt man stattdessen Globuli.

Bei starkem Juckreiz kann man bei Bedarf eine Tablette der Nr. 7 im Munde zergehen lassen.

Äußerliche Behandlung der Neurodermitis

Die einfachste Methode der äußerlichen Behandlung mit Schüßlersalzen ist das Einreiben der betroffenen Hautstellen mit den Schüßlersalben der vier Salze Nr. 3, 4, 7, und 8.

Man kann die Salben im Wechsel auftragen oder man kann sie mischen.

Wer will, kann auch Cremes zur Neurodermitis-Behandlung selbst zubereiten. Dafür folgen hier zwei Rezeptvorschläge.

Neurodermitis-Creme für akute Entzündungen

Bei akut entzündeten Hautbereichen steht die Wundheilung im Vordergrund und außerdem die Linderung von Juckreiz und Schmerzen.

Hierfür eignet sich eine Heilcreme, die eine Abwandlung des Rezeptes auf Seite 71 ist.

Sie brauchen:

  • 30 ml Olivenöl oder Rapsöl
  • 15 gr Lanolin ohne Wasser (Wollwachs)
  • 3 gr Bienenwachs
  • 3-5 gr Zinkoxid-Pulver
  • 30 ml stilles Mineralwasser oder Hamamelis-Wasser
  • Je 1 Schüßlersalz-Tablette D3 der Salze Nr. 3, 4, 7, 8
  • Evtl. 20 Tropfen Propolis-Tinktur
  • Evtl. 10 Tropfen ätherisches Teebaumöl
  • Evtl. 10 Tropfen ätherisches Lavendel-Öl

 

Das Zinkoxid-Pulver wird in die Fettphase eingerührt.

Propolis und die ätherischen Öle kann man auch weglassen. Manche Neurodermitiker vertragen keine ätherischen Öle. Wenn man sie jedoch verträgt, helfen die ätherischen Öle und das Propolis bei der Wundheilung und gegen Juckreiz.

Bereiten Sie die Creme zu, wie auf Seite 71 beschrieben.

Neurodermitis-Lotion gegen trockene Haut

Auch die Hautbereiche, die gerade nicht akut entzündet sind, neigen bei Neurodermitis-Patienten zu extremer Trockenheit, Spannen und Juckreiz.

Daher sollte man die gesamte Haut möglichst regelmäßig pflegen und zwar mit einer Zubereitung, die der Hauttrockenheit entgegenwirkt.

Dazu eignet sich Harnstoff (Urea) in Einreibemitteln. Harnstoff ist ein natürlicher Bestandteil der Haut, der hilft, sie feucht und gesund zu erhalten. Neurodermitis-Patienten haben meistens sehr viel weniger Harnstoff in der Haut als Gesunde.

Achtung! Auf offenen Wunden kann Harnstoff brennen, daher sollte man offene Wunden nicht damit behandeln.

Damit das Einreiben großer Hautbereiche leicht vonstatten geht, finden Sie hier ein Rezept für eine Lotion gegen trockene Haut und Juckreiz.

Sie brauchen:

  • 50 ml Olivenöl oder Rapsöl
  • 10 gr Tegomuls
  • 5 gr Sheabutter
  • 5 gr Kakaobutter
  • 160 - 200 ml Wasser (z.B. Mineralwasser, Rosenwasser)
  • 10 gr Harnstoff (Urea)
  • Je 5 Schüßlersalz-Tabletten D3 der Salze Nr. 3, 4, 7, 8
  • Evtl. 10 Tropfen ätherisches Teebaumöl
  • Evtl. 10 Tropfen ätherisches Lavendel-Öl

 

Der Harnstoff wird zusammen mit den Schüßler-Salzen im Wasser aufgelöst.

Bereiten Sie die Lotion zu, wie auf Seite 79 beschrieben.

Cremen Sie den ganzen Körper ein oder zweimal täglich mit dieser Lotion ein.



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